„Das Leben bis zum Tod ermöglichen!“

Hospizverein Brilon traf sich zur Mitgliederversammlung

 

Mit einem Vortrag über Arbeit und Aufgaben des Palliativ-Dienstes des Caritasverbandes Brilon begann am 19. Februar die Mitgliederversammlung des Hospizvereins.

Monika Hellwig (stellv. Leitung der Sozialstation Brilon und zukünftige Leiterin des Palliativpflegedienstes von Caritas und Diakonie) und Maria Lückmann-Müller (Leiterin der Sozialstation Olsberg und stellv. Leiterin des Palliativpflegedienstes) schilderten, wie Palliativpflege die Begleitung, Unterstützung und vor allem die Verbesserung der Lebensqualität des zu betreuenden Schwerkranken zum Ziel hat. Der Mensch wird als ganzheitliches Wesen respektiert und individuell betreut. Die Wünsche und Bedürfnisse des Einzelnen stehen dabei immer im Vordergrund. Unerlässlich dabei ist die Vernetzung mit Ärzten, anderen Diensten und Einrichtungen; zum Teil ist diese Zusammenarbeit auch gesetzlich gefordert. Dazu gehört auch die Kooperation mit dem Hospizverein, der in ehrenamtlicher Tätigkeit nicht nur die Begleitung der letzten Lebenszeit anbietet, sondern auch die Unterstützung der Angehörigen in diesen Momenten. Dazu sagte Pfr. Roland Lichterfeld, der an diesem Abend turnusgemäß seinen Vorsitz des Hospizvereins an Propst Stefan Wigger übertrug: „Es geht uns allen um dieselben Menschen, die uns anvertraut sind, und so haben wir auch die Förderung der Palliativmedizin auf unsere Fahnen geschrieben.“ Gleichzeitig sprach er den beiden Referentinnen – stellvertretend für alle im Palliativdienst Tätigen – Dank und Anerkennung für ihre Arbeit aus. Im Caritasverband Brilon sind derzeit zehn Schwestern in den Sozialstationen für den Palliativdienst ausgebildet.

In seinem Vorstandsbericht betonte Lichterfeld, sich immer wieder die wirklichen Ziele und Aufgaben der Vereinsarbeit bewusst zu machen, dass „niemand seine letzten Schritte allein gehen muss.“ Daher seien auch das Miteinander und die Supervision unverzichtbar. Im vergangenen Jahr wurde der 3. Ausbildungskurs für Hospizmitarbeiter durchgeführt, so dass nun eine feste Gruppe aus allen Kursen entstehen konnte.

Hildegard Padberg zog Bilanz über die Tätigkeiten und Ereignisse des vergangenen Jahres: Zwölf Mitarbeiter hatten 21 Personen begleitet; es gab sieben Supervisionen sowie Fortbildungen in Elkeringhausen, an denen elf Mitarbeiter teilnahmen. Man besuchte das Regionaltreffen in Warstein sowie das Koordinatorentreffen in Eversberg. Das einmal monatlich stattfindende Angebot des Trauercafés nutzten 27 Besucher. Heinz-Georg Eirund stellte den Kassenbericht des 133 Mitglieder zählenden Vereins vor. Die Kassenprüfer bescheinigten eine korrekte Arbeit, sodass dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt werden konnte.

Ein besonderes Ereignis steht bereits für September 2008 an: dann wird am 14.09.2008 das 10-jährige Bestehen des Vereins gefeiert.

Text : Manuela Decker                                                                                                                Zurück