Überwältigende Resonanz zum Jubiläum des Briloner Hospizvereins

Stehende Ovationen für Schauspielerin Ariane Raspe

 

Mit rund 270 Gästen wurden die Räumlichkeiten des neuen Briloner Pfarrzentrums eine Woche nach seiner Eröffnung schon auf die Probe gestellt. Zum zehnjährigen Jubiläum des Hospizverein Brilon war die Resonanz überwältigend.

Propst Stefan Wigger, Vorsitzender des Vereins im zweijährigen Wechsel mit Pfr. Roland Lichterfeld, sprach den engagierten Mitarbeiterinnen der Hospizbewegung ein großes Dankeschön für deren „unersetzlichen Dienst“ aus. Mit je einer Rose wurden sie vom Vorstand beschenkt. „Sterbende begleitet, Angehörige unterstützt und Trauernden Halt gegeben“, beschrieb Propst Wigger die wesentlichen Säulen der zehnjährigen Hospizarbeit. In dieser Zeit wurden drei Ausbildungskurse, Supervisionskurse und fast 130 Begleitungen durchgeführt. Die Arbeit des Vereins käme dem gemeinsamen Auftrag als Christen nach, führte Propst Wigger aus, ein menschenwürdiges Sterben in vertrauter Umgebung mit einem sozialen Netzwerk zu ermöglichen. Einen großen Dank sprach er an alle aus, die sich hinter den Kulissen für die Arbeit des Hospizvereins engagieren.

Für die Stadt Brilon überbrachte der stellv. Bürgermeister Willi Becker seine Glückwünsche. Für die Zukunft wünschte er den Mitgliedern des Vereins weiterhin große Schaffenskraft für ihr Engagement.

Das Theaterstück: "Oskar und die Dame in Rosa"

Foto: Manuela Decker

Foto: Ariane Raspe als Oskar während der Aufführung im Briloner Pfarrzentrum.

Einen besonderen Höhepunkt stellte schließlich das Theaterstück „Oskar und die Dame in Rosa“ dar, das von der Brilonerin Ariane Raspe als Ein-Frau-Stück aus der Perspektive des krebskranken Oskars beeindruckend gespielt wurde. Lediglich mit Unterstützung des Dramaturgen und Regisseurs Dr. Peter Schütze aus Detmold hatte Ariane Raspe das Stück extra für diesen Abend inszeniert und bot es in herausragender Form mit nur minimalen Verschnaufpausen dar.

 Die Geschichte um Krankheit und Sterben, die auch von ihrer guten Portion Galgenhumor lebt, brachte auch die Arbeit des Hospizvereins aus einer ganz anderen Perspektive zur Sprache. Das Publikum zeigte sich zu recht ergriffen vom aussagestarken Spiel der Darstellerin und zollte ihr mit stehenden Ovationen Anerkennung.

Musikalische Intermezzi durch Susanne Lamotte am Cembalo sowie leckere Häppchen aus der Küche des Engelbert Seniorenheims rundeten einen gelungenen Jubiläumsabend ab. Oder wie es eine Hospiz-Mitarbeiterin formulierte: „Ein Jubiläum, wie wir es uns gewünscht haben!“

 

Text : Manuela Decker                                                                                                                Zurück