Vortrag und Mitgliederversammlung des Hospizvereins Brilon am 3.2.2011
„Oase von menschlicher Nähe am Lebensende“ Spende über 1.850,- Euro an Hospizverein Brilon Es sei ihnen „eine besondere Ehre“, befanden die Mitarbeiter der Firma Egger, als sie den Hospizverein Brilon zu dessen Mitgliederversammlung mit einem symbolischen Scheck überraschten.
Mitarbeiter der Firma Egger überreichten dem Hospizverein einen symbolischen Scheck über 1.850,- Euro. |
„Begleiter auf schwerem Weg“ Der Referent des Abends, Diakon und Notfallseelsorger Hans-Joachim Bexkens, hatte den direkten Anknüpfungspunkt für seinen Vortrag. Denn auch die Mitarbeiter der Firma Egger wurden nach der Explosion vor gut einem Jahr – bei der drei Menschen umkamen – von Hans-Joachim Bexkens betreut. Erlebnisse „als wenn die Erde still steht“ und die die Betroffenen völlig erschüttert zurücklassen, rufen den Notfallseelsorger auf den Plan. Als langjähriger Feuerwehrmann ist er heute oft als Polizeiseelsorger zur Stelle, begleitet Polizeibeamte bei der Überbringung einer Todesnachricht, ist dann für die Betroffenen da. „In aller Stille oder auch in größtem verzweifelten Weinen“, wie Bexkens eindrucksvoll schilderte. Für ihn sind auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Hospizvereins Notfallseelsorger und wie er selbst „Begleiter auf schwerem Weg“. Auffangen, miterleben, da sein, wenn das Unbegreifliche geschieht: die Parallelen brachte Bexkens auch mit der Formulierung „Ich lass dich nicht eher allein, bis du wirklich aufgehoben bist“ auf den Punkt. Er verweise oft auf den Briloner Hospizverein in seiner Arbeit, denn immer sei es wichtig, Netzwerke zu haben und an weitere Helfer verweisen zu können.
Eindrucksvoller Referent: Notfallseelsorger Hans-Joachim Bexkens.
Diese beeindruckenden Schilderungen des Notfallseelsorgers sorgten bei den Anwesenden noch für viel Gesprächsstoff.
Vorsitzende Pfarrerin Eulenstein begrüßte schließlich noch einmal alle Anwesenden zur eigentlichen Sitzung. Die Arbeit der ehrenamtlichen Hospizmitarbeiterinnen und -mitarbeiter stellte sie dabei als besonders herausragend und wichtig dar: „Sie realisieren eine Oase von menschlicher Nähe am Lebensende“, fasste sie die Tätigkeit in ein passendes Bild und sprach den Ehrenamtlichen ihren ausdrücklichen Dank und besondere Wertschätzung aus. |